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Leithaberg Radmarathon 2019

Start des diesjährigen Leithaberg Radmarathons war diesmal nicht in Purbach, sondern in Breitenbrunn, was den Start, bzw. auch den Zieleinlauf um einiges entschärfte. Auch sonst zeigte man sich um einiges organisierter als in den Vorjahren, speziell im Anmeldungsbereich bei der Abholung der Startnummer, als auch auf der Strecke mit Polizeimotorrädern und vielen freiwilligen Helfern!

 

So wie im Vorjahr, wieder ein sehr überschaubares Feld von uns Athletics – mit Leo, Christian und mir. Fürli besuchte uns leider nur am Start, machte sich aber dafür als Fotograf am Berg nützlich – nächstes Jahr ist er hoffentlich wieder dabei – aber alle 2 Runden J

 

Durch rechtzeitiges Anstellen sicherten wir uns eine gute Ausgangsposition für das Rennen. Rund um uns die Sorte von Wadln und Radln, die man lieber nicht überholen möchte, alle rasiert – manche sogar im Gesicht J

Aber es war warm – sehr warm. Die Temperatur stieg während des Rennens zeitweise auf 32 Grad – also keine optimalen Bedingungen – zumindest nicht für mich. Im Vorjahr hatte es gut 10 Grad weniger. Eigentlich herrlichstes Badewetter – strahlender Sonnenschein – nicht allzuviel Wind und kein Regen – aber man kann sich ja nicht genug beschweren J

 

Der Startschuß erfolgte punkt 10 Uhr und es ging gleich recht zügig die B50 entlang durch Purbach bis Donnerskirchen in einem bis dahin recht geschlossenen Feld. Dann gings zum ersten mal in die „Berge“ und das Feld teilte sich sofort in viele Kleingruppen auf, die dann wieder zu größeren Gruppen anwuchsen und sich dann wieder zerteilten. Das Spiel wiederholte sich beim 2. Anstieg in Donnerskirchen wieder und so fuhr ich, anders als im Vorjahr, nicht mit der gleichen Gruppe das Rennen zu Ende sondern es wechselte mehrmals.

 

In Hof am Hauptplatz stand noch unser Fanclub - also Karina mit den Kindern J, die uns lautstark anfeuerten und auch für einige schöne Fotos sorgten.

 

Auf der letzten Abfahrt Richtung Breitenbrunn gabs dann noch einen Schreckmoment – leider ein Sturz beim vollem Tempo – die Rettung war aber sofort vor Ort – hoffentlich nicht allzuviel passiert und auf dem Wege gute Besserung. Trotz allem ein doch sehr diszipliniert geführtes Rennen mit einer gegenüber dem Vorjahr, verbesserten Organisation und einer perfekten Labestation im Zielbereich!

 

Nach heißen und daher sehr anstrengenden 2:12 Stunden war dann bei mir Schluss und wenig später rollten auch Leo und Christian über die Ziellinie. 

Trotz der Hitze hats viel Spaß gemacht und das Wichtigste: alle gesund im Ziel!

 

Ein Wiedersehen gibt’s dann sicher bei der nächsten Auflage 2020 mit einer hoffentlich größeren 

MannschaftJ

 

Folgende Platzierungen:

 

Manfred Pöschl – 2:12:07 – Platz 65 Gesamtrang – Platz 10 in der Altersklasse

Leo Cecil – 2:15:14 – Platz 98 Gesamtrang – Platz 9 in der Altersklasse

Christian Berndt – 2:23:37 – Platz 140 Gesamtrang – Platz 23 in der Altersklasse

28. Neusiedlersee Radmarathon 2019

 

Gut gefrühstückt und von meiner Familie verabschiedet, war es meine erste Teilnahme, bzw. auch zum ersten Mal über 125 km im Renntempo. Traditionellerweise geht’s um den Neusiedler See immer recht windig zu – diesmal aber doch um einiges heftiger als sonst (angebliche Spitzen bis 70 km/h) – aber dazu später!

 

Die Startzeit war um 10:00 festgelegt und um einen halbwegs guten Startplatz zu ergattern, mußte man sich dementsprechend früh anstellen. Ich durfte in Block 1 von insgesamt 3 Blöcken. Weniger wegen meiner bisher erbrachten Ergebnisse, sondern vielmehr durch den Kauf eines Radmarathon-Trikots JVor uns nahmen dann die Teams Aufstellung – das Bernhard-Kohl-Racing-Team, etliche Hillingers mit Armin Assinger, Benjamin Karl, etc. Auch den Skispringer Martin Koch hab ich gesehen.

 

Also Punkt 10 Uhr Startschuß und anders als vermutet, gings gleich richtig zur Sache. Ich hab nicht gewußt, dass 200 Höhenmeter auf den ersten 1 bis 2 km in dem Tempo so weh tun können. Aber um eine gute Gruppe zu erwischen, mußte ich da durch. Mit brennender Lunge und auch zwecks mangelnder Erfahrung, bezweifelte ich, ob ich dieses Tempo wohl über die ganze Distanz mitgehen kann. Irgendwie schaffte ich dann doch die Gruppe zu halten und mit über 60 km/h gings bei Klingenbach über die Grenze nach Ungarn – auch unschwer am lausigen Straßenbelag zu erkennen. 

 

Bis Fertöd konnte ich gut mithalten und auch mich einigermaßen erholen, aber dann bogen wir links Richtung Pamhagen ab und hatten den Wind voll von der Seite. Windschattenfahren war jetzt – abgesehen von den Teams – nicht, bzw. nur schwer möglich, da jeder irgendwen suchte, der ihn halbwegs aus dem Wind nahm. Schwerlich möglich für jeden, viele gaben entnervt auf und kurz vor Pamhagen wollte ich schon abreißen lassen – auch ans aufgeben dachte ich  - schaffte es aber trotzdem irgendwie unter größten Anstrengungen wieder in die Gruppe. Also bis km 70 voll dabei in der Verfolgergruppe mit den Teams um Benjamin Karl und Hillinger.

Die Erholung war aber leider nur kurz und nach Pamhagen drehten wir nochmals nach links und der Wind traf uns diesmal voll von seitlich vorne. Diesmal war aber Schluß mit lustig, die Teams zogen wieder ordentlich an (Hut ab vor deren Leistung, bzw. den Tempomachern) und auf der Geraden, Richtung Illmitz, mußte ich schließlich abreißen lassen. Die Gruppe wurde jetzt komplett zerrissen und ich versuchte nur mehr irgendwie, irgendwo mitzuhalten. Das war das zweite mal, daß ich ans aufgeben dachte – ich war am Limit. 

Ab jetzt begann es weh zu tun und war Kilometer zählen angesagt. Und weils eh schon wurscht war, war aufgeben plötzlich keine Option mehr, denn so pervers es klingt – ich freute mich schon auf den frontalen Gegenwind, denn da konnte man sich noch halbwegs in der Gruppe verstecken. Trotz allem – es wurde jetzt nicht mehr so Tempo gemacht wie in der Verfolgergruppe - schaffte ich es, mich einigermaßen zu erholen und es wechselten sich ziemlich alle in der Führungsarbeit ab.

Ab Jois wurde es dann ein wenig anders – denn der Wind kam nicht mehr von links vorne, sondern von rechts vorne – eine nette Abwechslung. 

Ab Donnerskirchen wußte ich, daß  ich wenigstens ins Ziel komme – denn dann blies es seitlich von hinten. Erholung gabs trotzdem keine, weil auch das Tempo in unserer Gruppe verschärft wurde. Also wieder beißen. Und 20 km können lang sein – auch mit dem Rennrand und mit Rückenwind.

Ab Rust fing ich dann wieder an das Ganze zu genießen – fuhr dann nicht mehr so auf Anschlag und die Platzierung war mir – zu dem Zeitpunkt jedenfalls– völlig egal. Die Zieleinfahrt entschädigte dann wieder für vieles – viel Applaus von ziemlich vielen Leuten links und rechts der Zielgeraden für die jeweiligen Ankömmlinge!

Alles in allem – ein sehr gelungener Event – mit Polizeipräsenz an der gesamten Strecke, an allen neuralgischen Stellen und auch ständig die Polizeimotorräder um sich, die einem, wenns notwendig war, den Verkehr vom Leib hielten. 

 

Im Nachhinein betrachtet war ich unter den Bedingungen mit der Zeit von 3:41, einem Schnitt von knapp 34 und Platz 155 von ca. 1.300 Startern (lt. Veranstalter), nicht ganz unzufrieden. Gewünscht hätte ich mir zwar einen Top 100 Platz – da haben allerdings noch 7 min gefehlt. Na vielleicht beim nächsten Mal mit ein bißchen mehr Training und mehr Erfahrung!


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